Google Daydream View (VR)

Das Stichwort virtuelle Realität (VR) hört man meistens im Zusammenhang mit Spielen für Jugendliche. Jedoch wird diese Technik auch bereits teilweise in der Bildung und in der Rehabilitation eingesetzt.

Eine virtuelle Realität ist eine Umgebung die an einem Computer erstellt wurde. Dies kann beispielsweise ein einzelner Raum sein. Möglich sind aber auch Landschaften die sich über mehrere Kilometer erstrecken. Mithilfe sogenannter VR-Brillen wird man sozusagen in diese Umgebung hineinversetzt. Diese Brillen setzt man sich ganz normal auf. Im Gegensatz zu einer normalen Brille, sieht man hier jedoch nicht mehr seine wirkliche Umgebung. Man sieht nun nur noch die virtuelle Umgebung. Dies ist wichtig, um sich in diese neue Umgebung hineinzuversetzen.

Im ersten Moment kann diese Umstellung eventuell etwas befremdlich wirken. Jedoch gewöhnt man sich in der Regel sehr schnell daran.
In vielen virtuellen Realitäten kann man sogar umherlaufen um die Umgebung anzuschauen. Man darf allerdings nicht vergessen, dass man sich nicht nur in dieser virtuellen Umgebung bewegt. Jeden Schritt läuft man auch in der wirklichen Umgebung. Daher können Stühle und Tische schnell zu einer Stolperfalle werden. Für besonders große virtuelle Umgebungen werden spezielle Laufbänder entwickelt. Die Bewegungen auf dem Laufband werden automatisch in die virtuelle Umgebung übertragen. Somit besteht keine Gefahr gegen Möbelstücke zu laufen.

Das Sehen

Die Technik hinter einer VR-Brille funktioniert meist nach einem ähnlichen Prinzip wie das menschliche Sehen. In einer VR-Brille sind zwei verschiedene Bilder zu sehen. Wobei diese Bilder die gleiche Umgebung zeigen, nur aus einer leicht versetzten Position. Durch den Aufbau der Brille, bekommt jedes Auge nur eins der beiden Bilder zu sehen. Das Gehirn verbindet diese beiden Bilder dann zu einem. Durch die leicht versetzte Ansicht der Bilder, entsteht ein Eindruck der Tiefe in den Bildern. Dadurch ist es leichter zu unterscheiden, welche Objekte näher und welche weiter entfernt sind.
Es ist zudem möglich, normal den Kopf zu bewegen und sich in dem Raum umzusehen. Somit ist es leichter sich in die virtuelle Umgebung hineinzuversetzen (Immersion).

Bewegt man den Kopf und die Umgebung passt sich nicht schnell genug dem neuen Sichtfeld an, kann dies zu einer Übelkeit führen. Bei moderner Technik ist diese Verzögerung allerdings so gering, dass dies nicht mehr passiert.

VR in der Medizien

Bereits seit einiger Zeit wird die VR-Technik in der Medizin eingesetzt. So werden beispielsweise virtuelle Realitäten eingesetzt um Traumata zu behandeln. Dabei versetzt sich der Patient in ähnliche Umgebungen die seine Ängste auslösen. Der Therapeut kontrolliert die Umgebung so, dass der Patient sich langsam an die entsprechende Situation gewöhnen kann. Beispielsweise das Stehen am Abgrund bei Höhenangst. Patienten lernen so ihre Traumata zu bewältigen.

VR bei rehality

rehality nutzt die VR-Technik um die Therapie von gelähmten Körperteilen zu verbessern. Hierfür wird der Ansatz der Spiegeltherapie verwendet. Durch die Entwicklung spezieller Umgebungen werden Therapiemethoden in Spiele integriert. Somit haben die Patienten mehr Spaß am Training was zu besseren Erfolgen führt.